Seit mindestens 90 Jahren oder vielleicht das allererste Mal seit 1892 in der Geschichte der DFG-VK wehten in Naumburg an der Saale zu einer Kundgebung die Fahnen mit dem zerbrochenen Gewehr.
Prominent vor dem UNESCO-Weltkulturerbe, dem Naumburger Dom mit 1000jähriger Geschichte, standen am 27.6.25 Aktivisten für das Recht auf Kriegsdienstverweigerung auf dem Platz vor dem Eingang. Wir erhielten für unseren Mut, unsere offene Gesprächsbereitschaft und für unser Engagement für ein Recht viel Anerkennung. Erstaunlich für eine Stadt, die in ihrer Geschichte bis zu 12 Kasernen beherbergte, in welcher in der DDR Zeit bis zu 30 000 sowjetische Soldaten stationiert waren und die bis heute das Bundesspracheamt der Bundeswehr beherbergt. Politisch fiel uns besonders auf, daß es viele Protestwähler gibt, die aus Enttäuschung über die jetzige Form der Demokratie offen die AfD wählen und unterstützen, ohne sich eingehend mit den Inhalten dieser nationalsozialistischen Partei auseinandergesetzt zu haben. Oft waren die persönlichen Ansichten mit den parteipolitischen Zielen nicht vereinbar, was Dank des Aufklärungsmaterials der Landesarbeitsgruppe Frieden und Demokratie offenbar werden konnte, wie die massiven Verschärfungen im Jugendstrafrecht, der Ausbau der Wehrfähigkeit und die NATO-Stärkung.
– Aufklärungsplakat Wahlprogramm AfD






